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Haben Sie sich in den vergangenen Monaten manchmal mehr Platz gewünscht? Platz für Ihr Hobby, Platz zum Rückzug, Platz für die Kinder drinnen und draußen, Platz um Arbeiten? Wie viel Platz andere zum Wohnen haben, hat eine aktuelle Studie untersucht.

Rein statistisch haben die Deutschen im Laufe der Jahre immer mehr Platz zum Wohnen gehabt. Wie viel Platz Einzelnen und besonderen Gruppen zur Verfügung steht, ist aber sehr unterschiedlich. Beispielsweise beanspruchen Menschen mit Migrationshintergrund viel weniger Platz als andere. Eine interaktive Grafik des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, wer wie viel Platz zum Wohnen hat: www.iwkoeln.de/presse/interaktive-grafiken/beitrag/pekka-sagner-wie-gross-ist-meine-wohnung-im-vergleich.html.

Die Berechnung zieht Daten des Sozio-oekonomischen Panels heran. Daraus ergibt sich, dass der Anteil der Einpersonenhaushalte zwischen 1990 und 2018 von 34 Prozent auf 42 Prozent gestiegen ist. Die Veränderung der Gesellschaftsstruktur aber auch Zuwanderung, Demografie und Wanderungsbewegungen mit dem Trend in die großen Städte haben den Platzbedarf verändert. Zuletzt war es die Coronapandemie, die neue Anforderungen an den Platz in der Wohnung stellte. 

Wer in Deutschland über mehr als 41 Quadratmeter Wohnfläche pro Kopf verfügt, zählt zu den oberen 50 Prozent derjenigen mit viel Platz. Ab 83 Quadratmeter pro Kopf gehört man zu den oberen zehn Prozent. Die mittlere Wohnungsgröße liegt bei 100 Quadratmetern. Der Unterschied zwischen Eigentümern und Mietern ist groß: Eigentümer verfügen im Schnitt über 125 Quadratmeter große Wohnungen, Mieter haben dagegen nur 75 Quadratmetern zur Verfügung. 

Am meisten Platz haben ältere Menschen. Jedem Rentner stehen durchschnittlich 60 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Das mag daran liegen, dass Eltern nach dem Auszug der Kinder die Wohnung nicht gewechselt haben. 

Maxim

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Maxim aus Ludwigsburg veröffentlicht regelmäßig Themen und Wissenswertes rund um Immobilien.