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Foto: © Vilius Kukanauskas, Pixabay

Jeder braucht ein Dach über dem Kopf. Wohnen hat deshalb einen hohen Stellenwert, der jedoch mit anderen Werten kollidieren kann, beispielsweise beim Müllaufkommen, bei der Vermeidung von Emissionen oder beim Klimaschutz. Deshalb gibt es die ESG-Regeln.

Weltweit ist die Baubranche für rund 40 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Allein der Betrieb von Gebäuden macht 33 Prozent der nationalen Treibhausgase aus. Der Gebäudesektor verursacht mehr als die Hälfte des gesamten Abfallaufkommens (Bau- und Abbruchabfälle) in Deutschland. Es besteht ein großes Potenzial, Materialkreisläufe zu schließen und Abfälle durch effizientere Bauweisen zu vermeiden.

ESG steht für Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung) und bezeichnet einen Rahmen zur Bewertung der Nachhaltigkeit und des ethischen Verhaltens von Unternehmen. Die drei Bereiche umfassen den Einfluss eines Unternehmens auf die Umwelt, seine Beziehungen zu Mitarbeitern, Kunden und Gesellschaft sowie die Qualität seiner Unternehmensführung.

Die Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) hat nun ihren Nachhaltigkeitsbericht 2025 veröffentlicht. Darin zeigt sie auf, dass die globale Transformation hin zu einer klimaneutralen, ressourcenschonenden und resilienten gebauten Umwelt langsamer voranschreitet als erforderlich. Während einige Regionen Fortschritte verzeichnen, kommt der notwendige Strukturwandel in anderen nahezu zum Erliegen. 

Obwohl das Bewusstsein für Klimarisiken weltweit steigt, sinkt die Dynamik auf dem Markt für nachhaltige Gebäude. So fällt der RICS Sustainable Building Index (SBI) global von plus 41 auf plus 30 und erreicht damit den niedrigsten Stand seit mehreren Jahren. Zwar verläuft das Nachfragewachstum weiterhin positiv, jedoch deutlich abgeschwächt. Ursachen hierfür sind wirtschaftliche Unsicherheiten, uneinheitliche politische Rahmenbedingungen, gestiegene Baukosten sowie ein Defizit an eindeutigen Richtlinien und Definitionen für nachhaltige Gebäude.

Der Bericht basiert auf Einschätzungen von mehr als 3.500 Fachleuten aus 36 Ländern und stützt sich auf die Markterhebungen des Global Commercial Property Monitor (GCPM) und des Global Construction Monitor (GCM). 

Maxim

Maxim aus Ludwigsburg veröffentlicht regelmäßig Themen und Wissenswertes rund um Immobilien.